DsiN-Jahreskongress 2021: Panel zu Digitale Teilhabe – Ehrenamt & Vereine sicher im Netz

Das Bild zeigt eine 15 für das 15-jährigen Bestehen von Deutschland Sicher im Netz mit dem Slogan "Gemeinsam für ein sicheres Netz der Vielfalt und Verantwortung"

Wie gelingt es, zivilgesellschaftliche Akteure bei der sicheren und zukunftsorientierten Gestaltung digitaler Möglichkeiten zu unterstützen? Darum ging es in Forum C auf dem DsiN-Jahreskongress 2021. Im Mittelpunkt des Forums stand die Frage: Wie gelingt die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Akteure bei der sicheren und zukunftsorientierten Gestaltung digitaler Möglichkeiten?

Dr. Serge Embacher, Projektleiter des Forum Digitalisierung und Engagement, konstatierte, dass die Beziehung zwischen Digitalisierung und Zivilgesellschaft eher praktischer Natur sei. Es hätten sich in den vergangenen Monaten jedoch deutliche Defizite gezeigt, sowohl was die Ausstattung als auch digitale Kompetenzen angehe.

Embacher machte deutlich, dass das Problem sei, dass die Zivilgesellschaft zwar einen ganz praktischen Zugang zur Digitalisierung gefunden hat, dass sie aber noch viel zu selten politisch intervenieren würde. Die Zivilgesellschaft war in den letzten Jahrzehnten Antreiberin bei ganz vielen Entwicklungen, wie etwa im Ökologie-, Klimawandel- und Energiewende-Diskurs. Ohne das Engagement aus der Zivilgesellschaft wäre dieser so nicht entstanden. Im Bereich der Digitalisierung und Digitalpolitik fehle bislang diese politische Strategie, wie man als Zivilgesellschaft die Grundsätze einer gemeinwohlorientierten Digitalisierung an Entscheidungsträger*innen herantragen kann: „Da brauchen wir strategische Ansätze, zum Beispiel über die Netzwerke der Landesarbeitsgemeinschaften, also die Zusammenschlüsse von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Da muss die Reise hingehen, dass die anderen Player der Sektoren, also Staat und Wirtschaft, merken die Zivilgesellschaft ist nicht die Kirsche auf der Torte, sondern sie bestimmt und gestaltet mit.“, so Embacher.

Auf die Frage, wie es in Zukunft in diesem Bereich weitergehen könnte, sprach sich Dr. Serge Embacher für die Gründung eines Runden Tisches „Digitalisierung und Zivilgesellschaft“ aus, der darauf achtet, dass die Digitalpolitik künftig nur noch gemacht werden darf, wenn alle Sektoren mit an einem Tisch sitzen. Durch ein solches Partizipationsgremium könne man tatsächlich einen gleichberechtigten Diskurs ermöglichen, so Embacher.

Einig waren sich die Gäste im Forum, dass Vereine für die komplexe Aufgabe, Digitalisierung sicher zu gestalten und zu nutzen, dabei vor allem Begleitung und Unterstützung benötigen. Viele Organisationen würden bereits sinnvolle Hilfe anbieten. Dafür übergreifende und langfristige Strukturen zu schaffen, sei eine wichtige Aufgabe, die nur im starken Schulterschluss von Zivilgesellschaft und Politik angegangen werden könne.

Das Video der Diskussion können Sie hier anschauen:

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