Vorheriger Vorschlag

Digitalisierung zur Demokratieentwicklung: Nur möglich, wenn alle mitmachen können

Vergleichsweise häufig für Außendarstellung und / oder Kommunikation in den eigenen Reihen der Mitgliedsvereine im Deutschen Wanderverband werden facebook oder Whatsapp genutzt.

weiterlesen
Nächster Vorschlag

Ehrenamt ist nicht Hauptamt - Zeit und Offenheit sind wichtige Faktoren

Vielen Mitgliedsvereinen im Deutschen Wanderverband (DWV) ist klar, dass es notwendig ist, auf digitale Kommunikation umzustellen und digitale Möglichkeiten zu nutzen – für die Vereinsarbeit, für das Gewinnen neuer Mitglieder, für Außendarstellung

weiterlesen
Datenschutz/Datensicherheit

DSGVO stellt zu hohe Anforderungen an das Ehrenamt

Die DSGVO ist für kleine gemeinnützige ehrenamtlich geführte Vereine zu kompliziert. Das beginnt mit dem Benennen eines Datenschutzbeauftragten, geht weiter beim Absichern von Internetseiten und endet bei der Furcht vor haftungsrechtlichen Konsequenzen, wenn etwas nicht korrekt umgesetzt wurde. Der Deutsche Wanderverband verabschiedete 2018 dazu eine Resolution, die auch heute noch ihre Gültigkeit hat, auch wenn die befürchtete Abmahnwelle bislang ausblieb. Die DSGVO bereitet vielen Vereinsaktiven nach wie vor Bauchschmerzen. Hier einige Auszüge aus der Resolution:
„Der Deutsche Wanderverband (DWV) befürwortet es, wenn ein Gesetz mehr Transparenz bei der Verarbeitung, Aufbewahrung, Nutzung und Löschung personenbezogener Daten bietet. Doch die Anforderungen, die der Gesetzgeber mit der DSGVO an ehrenamtlich geführte Vereine stellt, sind insbesondere für kleinere Organisationen nicht zu bewältigen. Viele ehrenamtlich Engagierte verlieren dadurch die Lust und die Motivation an der Vereinsarbeit. Sie sind nicht mehr bereit, in ihrer Freizeit immer höhere administrative Anforderungen zu erfüllen. Außerdem ist das persönliche Haftungsrisiko mit der DSGVO enorm gestiegen. Im Ergebnis führen die Datenschutzbestimmungen dazu, dass zahlreiche Funktions- und Verantwortungsträger in den Vereinen ihre Ämter schon niedergelegt haben oder niederlegen wollen.“
„Spielräume im nationalen Recht müssen im Sinne des Fortbestandes ehrenamtlicher Vereine genutzt werden. Es darf nicht sein, dass ein gemeinnützig tätiger Verein, der wichtige ehrenamtliche Arbeit für unsere Gesellschaft leistet, den gleichen Aufwand betreiben soll, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, wie ein im DAX notierter Weltkonzern. Ehrenamtliche Vereine und kleine Ortsgruppen werden auf eine Stufe gesetzt mit datenverarbeitenden Großkonzernen wie Google, Facebook oder Amazon.“
„Der Gesetzgeber ist gefordert, Sonderregelungen für Vereine zu schaffen. Die Anforderungen der DSGVO an die Vereine sowie die Verfolgung von Verstößen gegen die DSGVO bei Vereinen müssen deutlich abgeschwächt werden. Und das muss rasch geschehen, denn sonst wird es viele ehrenamtlich arbeitende Vereine zukünftig nicht mehr geben. Wir fordern eine Novellierung der DSGVO, bei der die Vereine als Säule unserer Gesellschaft eine deutliche Entlastung erfahren.“
Auszüge aus der Resolution des Deutschen Wanderverbandes „Rechtliche Rahmenbedingungen für Vereine verbessern“, 12. August 2018

Christine Merkel, Deutscher Wanderverband